Nachgefragt – 5 Fragen an Regine Hain

Regine Hain, Jahrgang 1967, leitet seit Mai 2012 die Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle in Braunschweig mit den Außenstellen Salzgitter-Lebenstedt und Goslar.

1. Wie sind Sie zur Ehe-, Familien- und Lebensberatung im Bistum Hildesheim gekommen?
Mein Interesse an dieser Arbeit wurde geweckt, als ich EPL-Kurse geleitet habe, das sind Kommunikationstrainings für Paare. Zum einen konnte ich dort immer wieder erleben, wie viel in Bewegung gerät, wenn Paare gut miteinander sprechen können. Zum anderen gab es in den Kursen Themen, bei denen das Training an Grenzen stieß und Beratung notwendig wurde. Diese Fortsetzung interessierte mich.

2. Was machen Sie morgens als Erstes, wenn Sie ins Büro kommen?
Ich komme meist sehr früh in die Stelle. Ich öffne die Fenster zum Lüften, höre den Anrufbeantworter ab, rufe meine Mails ab und stelle mich nach einem Blick auf die Namen im Kalender gedanklich auf das erste Beratungsgespräch ein.

3. Was macht Ihnen in Ihrem Berufsalltag besonders viel Freude?
Natürlich kann Beratung belastend sein, aber ich erlebe auch viele positive Entwicklungen. Ich freue mich, wenn Paare wieder miteinander sprechen und es ihnen in ihrer Partnerschaft deutlich besser geht oder wenn Menschen selbstbewusster und „lebendiger“ werden.

4. Welches berufliche Erlebnis hat Sie besonders geprägt?
Es gibt viele Erlebnisse, die mich berührt haben. Ich denke etwa an eine Klientin, die als Kind Dinge erleben musste, die man sich schlimmer kaum ausmalen kann. Am Ende der Beratung sagte sie: „Jetzt kann ich wieder mit erhobenem Kopf gehen.“ Wie viel Kraft in manchen Menschen steckt und wie sie trotz aller Schwierigkeiten ihr Leben bewältigen – davor empfinde ich immer wieder Respekt.

5. Was ist Ihr persönlicher Tipp für eine glückliche Partnerschaft?
Sprechen Sie an, was Ihnen selbst wichtig ist – und hören Sie zu, was der andere sagt. Nehmen Sie sich bewusst Zeit für schöne Dinge zu zweit. Und akzeptieren Sie, dass Sie den anderen nicht verändern können.