Nachgefragt – 5 Fragen an Susanne Sabel, Leiterin der Beratungsstelle Buchholz

Susanne Sabel, Jahrgang 1958, leitet seit Februar 2017 die Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle in Buchholz. In Stade leitet Sie die dortige Beratungsstelle seit 2003, in der Sie seit 1993 arbeitet.

Wie sind Sie zur Ehe-, Familien- und Lebensberatung im Bistum Hildesheim gekommen?
Ich habe Psychologie in Münster studiert. Später kam die Weiterbildung zur Ehe-, Familien- und Lebensberaterin hinzu verbunden mit der Arbeit als Honorarkraft in der Beratungsstelle Stade. Ich schätze es besonders, dass  Ratsuchende bei uns Unterstützung finden, unabhängig von ihrer Konfession, ihren Wertvorstellungen und spirituellen Überzeugungen. 

Was machen Sie morgens als Erstes, wenn Sie ins Büro kommen?
Wenn ich ankomme, schaue ich nach dem Rechten, lüfte die Räume und höre den Anrufbeantworter ab. Dann stelle ich Wasser für die Klienten bereit und bereite mich auf das erste Gespräch vor. 

Was macht Ihnen in Ihrem Berufsalltag besonders viel Freude?
Wenn ein Paar mit Engagement an seiner Beziehung arbeitet.

Welches berufliche Erlebnis hat Sie besonders geprägt?
Aufgrund meiner Zusatzqualifikation als Psychoonkologin arbeite ich als EFL-Beraterin auch mit Krebspatienten. Diese Patienten wenden sich an mich, wenn sie Probleme in ihrer Familie oder ihrem Umfeld haben. Die Themen, die sie mit in unser Gespräch bringen, hängen nicht zwangsläufig mit ihrer Erkrankung zusammen, können diese aber deutlich beeinflussen. Ich bewundere zutiefst den Lebensmut und die Bewältigungsstrategien, die Menschen trotz existenziell bedrohlicher Situation entwickeln, um ihrem Leben Sinn und Wert zu geben.  

Was ist Ihr persönlicher Tipp für eine glückliche Partnerschaft?
Partnerschaft ist wie ein Garten. Beide Partner müssen sich für ihn verantwortlich fühlen und ihn regelmäßig pflegen. Ein wichtiges „Gartengerät“ ist eine Kommunikation, die über das rein Organisatorische hinausgeht. Ich liebe dich sind mehr als drei Worte. Mit ihnen verbinden sich die Fragen: Wodurch fühle ich mich eigentlich geliebt und wie zeige ich meinem Partner meine Liebe? Ein Austausch darüber kann dem einen oder anderen Missverständnis entgegenwirken. Und Humor ist ein wunderbarer Dünger für den Beziehungsgarten.