Nachgefragt - 5 Fragen an Annette Karr-Schnieders

Annette Karr-Schnieders, Jahrgang 1959, leitet seit 1992 die Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle in Göttingen/Duderstadt und ist seit 2014 Leiterin der Diözesanstelle EFL im Bistum Hildesheim.

1. Wie sind Sie zur Ehe-, Familien- und Lebensberatung im Bistum Hildesheim gekommen?
Mich hat schon immer die Frage beschäftigt: Warum sind die Menschen so, wie sie sind? Warum verhalten die einen sich so und die anderen anders? Das hat mich zum Psychologiestudium in Bonn geführt. Da mein Mann damals in Göttingen gearbeitet hat, war es für mich ein Geschenk des Himmels, in der hiesigen Ehe, Familien- und Lebensberatung eine Anstellung zu finden.

2. Was machen Sie morgens als Erstes, wenn Sie ins Büro kommen?
Morgens lüfte ich als Erstes die Räume, dann höre ich den Anrufbeantworter ab und lese meine E-Mails.

3. Was macht Ihnen in Ihrem Berufsalltag besonders viel Freude?
Für mich ist es immer wieder etwas Besonderes zu erfahren, dass es Menschen durch die Gespräche mit mir besser geht. Dass ich hilfreich sein kann.

4. Welches berufliche Erlebnis hat Sie besonders geprägt?
Mich hat die Erfahrung geprägt, dass das Leben uns vor sehr unterschiedliche Aufgaben stellt. Manche Menschen haben mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen, anderen scheint das Glück in die Wiege gelegt. Wenn Menschen, die sich in scheinbar aussichtlosen Situationen befinden, in sich die Kraft und den Mut finden, sich diesen Situationen zu stellen und weiterzugehen, weiß ich, warum ich meine Arbeit gern tue.

5. Was ist Ihr persönlicher Tipp für eine glückliche Partnerschaft?
Die Kunst einer gelingenden Partnerschaft liegt für mich darin, sich selbst und den Partner mit allen Stärken und Schwächen wertschätzend anzunehmen und zu lernen, mit dem, was mich in der Beziehung enttäuscht, einen guten Umgang zu finden.